Erstellt am: 6. März 2023
Eine Holzkonstruktion bedarf stets gute Planung sowie handwerkliche Vorbereitung, um allen Anforderungen gerecht zu werden und eine hohe Tragfähigkeit zu erreichen. Holz bietet in der Baubranche diverse Anwendungsmöglichkeiten, darunter fallen gleichermaßen die Holzverbindungen, welche zwei Werkstücke in der Konstruktion fest miteinander verbinden, um so die auftretenden Lasten zu übertragen und den Belastungen dauerhaft standzuhalten. Wir unterscheiden in diesem Fall zwischen zimmermannsmäßigen und ingenieurmäßigen Holzverbindungen.
Besonders in den Baubereichen, bei denen es um Wände, Dächer und Decken geht, wird auf zimmermannsmäßige Verbindungen zurückgegriffen. Das Hauptaugenmerk liegt darin, dass diese Verbindungen ohne zusätzliches Hilfsmittel ineinander zusammengesteckt werden. Holzverbindungen dieser Art haben eine jahrzehntelange Tradition und haben bis heute noch Bestand.
Es wird unter anderem zwischen folgenden einfachen, zimmermannsmäßigen Holzverbindungen unterschieden:
Um zwischen zwei Bauhölzern eine Längsverbindung herzustellen (z. B. um ein Holzstück zu verlängern), wird diese Verbindungsart eingesetzt. Dies wird heute noch umgesetzt, wenn Wände gestellt werden.
Das gerade Blatt gehört zu den einfachsten und am häufigsten angewandten Verbindungen in diesem Zusammenhang, da die simple Geometrie eine damit verbundene leichte und schnelle Herstellung ermöglichen. Diese können zusätzlich mit Holznägeln gesichert werden.
Wenn sich zwei Bauhölzer im rechten Winkel treffen, wie z. B. zwei Schwellenhölzer, die aufeinandertreffen und verbunden werden müssen, wird von Eckverbindungen gesprochen. Diese können zusätzlich mechanisch gesichert werden.
Das glatte Eckblatt ist vergleichbar mit dem geraden Blatt bei einer Längsverbindung, allerdings fluchten die Bauhölzer in diesem Fall nicht, sondern sind im rechten Winkel zueinander ausgerichtet.
Von Abzweigungen ist die Rede, wenn ein Holzbalken auf ein anderes Holzelement im Winkel auftrifft und sie an dieser Stelle miteinander verbunden werden. Hierbei wird nochmals entsprechend des Winkels in dem die Holzelemente sich treffen unterteilt. Handelt es sich um einen rechten Winkel, liegt eine Querverbindung vor, andernfalls ist es eine Schrägverbindung. Für Abzweigungen werden größtenteils Verzapfungen oder Zapfen verwendet.
Einfache Zapfen fallen unter Querverbindungen und sind eine zeitsparende Möglichkeit, zwei Holzstücke miteinander zu verbinden. Ein Zapfenloch wird in das eine Holzelement gestemmt und in das andere wird der Zapfen ausgebildet, um beides abschließend nicht sichtbar zu verbinden und um vorerst Halt zu gewähren. Heutzutage wird die Verbindung anschließend noch mittels moderner Verbindungsmittel richtig gesichert.
Abzweigungen werden nicht nur in einer geraden Varianten ausgeführt: Schrägzapfen finden sich bei Schrägzapfverbindungen wieder. Sie sind einfach herzustellen und benötigen keine Verbindungsmittel. Durch den Zapfen wir die Holzverbindung gehalten.
Schrägverbindungen zeichnen sich dadurch aus, dass zwei Holzelemente schräg und nicht senkrecht aufeinandertreffen. Verbindungen dieser Art werden häufig als Versatz realisiert (z. B. Stirnversatz, Fersenversatz, doppelter Versatz).
Hohe Anforderungen müssen vor allem Verbindungen im Ingenieurholzbau erfüllen. In unserem Beitrag könnt ihr mehr über dieses Thema erfahren.
Weitere Holzverbindungen können in den Broschüren zum Thema Holzverbindungen eingesehen werden.
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