Schraubfundamente als Alternative zu Betonfundamenten

Letzte Aktualisierung: 15. Juni 2026

Schraubfundamente: Flexible Fundamentlösungen ohne Beton

Schraubfundamente gewinnen im modernen Bauwesen zunehmend an Bedeutung. Sie bieten eine flexible Möglichkeit, Konstruktionen im Außenbereich schnell und effizient zu gründen, da sie einfach in den Untergrund eingedreht werden und anschließend sofort belastbar sind. So schaffen Schraubfundamente eine stabile Basis für unterschiedlichste Bauprojekte – ganz ohne aufwendige Betonarbeiten.

Durch verschiedene Ausführungen und Einsatzmöglichkeiten eignen sich Schraubfundamente für zahlreiche Anwendungen im Holz-, Garten- und Modulbau. Gleichzeitig ermöglichen sie eine flexible und vergleichsweise saubere Bauweise mit geringem Aufwand auf der Baustelle. Welche Vorteile Schraubfundamente darüber hinaus bieten, worauf bei Auswahl und Planung zu achten ist und für welche Anwendungen sich die unterschiedlichen Fundamentlösungen eignen, erläutert der folgende Fachbeitrag.

Was sind Schraubfundamente?

Schraubfundamente basieren auf dem Prinzip der Pfahlbauten und sind Fundamente aus Stahl, die mithilfe entsprechender Werkzeuge in den Boden eingedreht werden. Sie können als stabile Grundlage für unterschiedliche Konstruktionen im Außenbereich dienen und überall dort eingesetzt werden, wo eine schnelle sowie flexible Fundamentlösung benötigt wird. Nach dem Eindrehen stehen die Fundamente unmittelbar zur weiteren Verarbeitung bereit und können direkt belastet werden.

Schraubfundamente setzen sich aus mehreren funktionalen Bereichen zusammen. Während die Anschlussplatte im oberen Bereich der Befestigung der Konstruktion dient, übernimmt der darunterliegende zylindrische Schaft die Kraftübertragung in den Untergrund. Darauf folgt im unteren Bereich das für Schraubfundamente charakteristische Gewinde für die Verankerung im Boden. Beim Eindrehen verdrängt und verdichtet sie den umliegenden Untergrund und fördert dadurch die sichere Lastaufnahme. Unterstützt wird das Eindringen in den Boden sowie die präzise Positionierung beim Einschrauben durch die konisch zulaufende Spitze am Ende der Fundamente.

Je nach Anwendungsgebiet und Bodenbeschaffenheit stehen Schraubfundamente in unterschiedlichen Durchmessern und Längen zur Verfügung. Dadurch lassen sich sowohl kleinere Konstruktionen als auch Projekte mit höheren Lastanforderungen zuverlässig realisieren.

Technische Informationen

Die Schraubfundamente von Eurotec sind aus Baustahl S355 gefertigt und nach DIN EN ISO 1461 feuerverzinkt. Die Zinkbeschichtung mit einer Schichtdicke von ≥ 70 μm sorgt für einen dauerhaften Korrosionsschutz und unterstützt eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen im Außenbereich. Darüber hinaus weist der verwendete Stahl eine Streckgrenze von 355 MPa, eine Zugfestigkeit von 510–630 MPa sowie einen Elastizitätsmodul von 210.000 MPa auf. Dadurch eignen sich die Schraubfundamente für konstruktive Anwendungen mit hohen Anforderungen an Tragfähigkeit, Stabilität und Langlebigkeit.

Einbringung in den Untergrund – Manuelle und maschinelle Eindrehverfahren

Schraubfundamente werden durch kontrolliertes Eindrehen senkrecht in den Untergrund eingebracht, wo sie sich anschließend über ihre Geometrie form- und kraftschlüssig verankern. Die Lastabtragung erfolgt dabei über die Interaktion zwischen Fundamentgeometrie und umgebendem Boden, sodass die auf die Konstruktion wirkenden Kräfte sicher in den Baugrund eingeleitet werden.

Für die Installation stehen unterschiedliche Montageverfahren zur Verfügung und lassen sich in manuelle, elektrische und hydraulische Verfahren unterteilen. Die Wahl des geeigneten Verfahrens erfolgt projektabhängig und richtet sich nach der vorhandenen Bodenbeschaffenheit, den Abmessungen des Schraubfundaments und der Größe des Projekts.

Manuelle Einbringung

Aufgrund ihrer hohen Flexibilität eignet sich die manuelle Montage vor allem für leichte Konstruktionen mit kleineren Schraubfundamenten sowie Baustellen mit eingeschränkter oder erschwerter Zugänglichkeit. Die Schraubfundamente werden dabei mithilfe eines geeigneten Werkzeugs durch Muskelkraft in den Untergrund eingeschraubt. Für die manuelle Montage stehen unterschiedliche Werkzeuge zur Verfügung. Bei einfachen Einschraubstangen wird die Stange als Hebel zum kontrollierten Eindrehen genutzt. Spezielle Systeme wie z. B. der Ground Driver von Eurotec arbeiten mit zwei gegenüberliegenden Hebelarmen. Durch die größere Hebelwirkung können zwei Personen das Fundament gleichmäßig und kontrolliert in den Untergrund einbringen. Die manuelle Montage ermöglicht eine gute Kontrolle über Ausrichtung und Position des Schraubfundaments.

Hydraulische Einbringung

Bei umfangreichen Bauvorhaben mit großen Schraubfundamenten und hohen Einschraublängen sowie anspruchsvollen Bodenverhältnissen eignen sich hydraulische, maschinengeführte Eindrehantriebe. Dafür wird das Schraubfundament zunächst in die hydraulische Antriebsaufnahme des entsprechenden Trägergeräts (z. B. Bagger, Radlader oder ähnliches) eingesetzt und senkrecht zur geplanten Einbaustelle positioniert. Anschließend überträgt der Hydraulikmotor das erforderliche Drehmoment auf das Fundament. Im Gegensatz zu handgeführten Verfahren arbeiten hydraulische Antriebe mit niedrigen Drehzahlen und gleichzeitig sehr hohen Drehmomenten. Diese Kombination ermöglicht eine sichere Kraftübertragung selbst bei verdichteten oder widerstandsfähigen Böden. Die hohe Leistungsfähigkeit macht hydraulische Einbringungsverfahren insbesondere bei großdimensionierten Schraubfundamenten, hohen Lastanforderungen sowie umfangreichen Fundamentfeldern zur bevorzugten Lösung.

Elektrische Einbringung

Für kleine bis mittlere Bauvorhaben mit Fundamentlängen bis zu 2.100 mm empfiehlt sich die maschinell unterstützte Installation mithilfe einer gängigen Schraubmaschine (mind. 700 W) oder eines handgeführten, motorgetriebenen Eindrehgeräts. Insbesondere bei Schraubfundamenten der 60er-Serie ermöglicht die Ein-Person-Einbringung mit einer handelsüblichen Schraubmaschine eine schnelle und effiziente Montage mit geringem Kraftaufwand. Für die elektrische Montage wird zunächst ein geeigneter Adapter auf dem Schraubfundament montiert. Anschließend wird die Schraubmaschine beziehungsweise das Eindrehgerät über eine passende Werkzeugaufnahme mit dem Adapter verbunden. Die Geräte übertragen das erforderliche Drehmoment direkt auf das Fundament und ermöglichen so ein kontrolliertes, kontinuierliches Einschrauben in den Untergrund. Die Geräteführung sowie die Überwachung der lotrechten Ausrichtung und der Einbautiefe erfolgen durch den Bediener. Diese Einbringungsverfahren erlauben es, bei deutlich reduziertem körperlichem Kraftaufwand höhere und gleichmäßigere Drehmomente als bei der manuellen Montage zu erzielen. Gleichzeitig bleibt die hohe Mobilität auf der Baustelle erhalten, sodass auch Einsätze in beengten oder schwer zugänglichen Bereichen problemlos möglich sind. Dadurch eignet sich die elektrische Einbringung insbesondere für kleinere bis mittlere Projekte, bei denen Schraubfundamente effizient und mit geringem Personalaufwand installiert werden sollen.

Unabhängig vom eingesetzten Eindrehverfahren ist eine kontrollierte Einbringung der Schraubfundamente maßgeblich für die Tragfähigkeit des Systems. Neben der Wahl des geeigneten Verfahrens spielen Faktoren wie Fundamentgeometrie, Bodenbeschaffenheit, Einbautiefe und Drehmoment eine wesentliche Rolle. Erst die Kombination dieser Parameter gewährleistet eine sichere Lastabtragung sowie eine dauerhaft zuverlässige Verankerung im Baugrund.

Diese KI-generierten Darstellungen erläutern das Funktionsprinzip und die Varianten der möglichen Einschraubmethoden.

Manuelle Einbringung mittels Ground Driver

Ein-Person-Anwendung mit Schraubmaschine

Handgeführter Elektroeindreher

Hydraulischer, maschinenorientierter Eindrehantrieb

Wichtige Einbauparameter

Für die Einbringung sind die jeweiligen Vorgaben und Montagehinweise vom Hersteller zu beachten. Die folgenden Einbauparameter beziehen sich auf die Schraubfundamente von Eurotec und unterstützen eine fachgerechte Installation:

  • Empfohlenes Eindrehmoment: 200–450 Nm
  • Maximal zulässiges Eindrehmoment: 600 Nm
  • Steine > 50 mm im oberen Einbindebereich vermeiden
  • Empfohlene Lotabweichung: ± 2°

Schraubfundamente als Alternative zu klassischen Betonfundamenten

In verschiedenen Anwendungen können Schraubfundamente eine technische Alternative zu klassischen Betonfundamenten darstellen. Während Betonfundamente üblicherweise Erdarbeiten, Schalungsarbeiten und Aushärtezeiten erfordern, werden die Stahlfundamente direkt in den Untergrund eingebracht und sind unmittelbar nach der Installation belastbar.

Insbesondere beim Montageaufwand kann diese Gründungslösung durch eine vergleichsweise schnelle Umsetzung überzeugen. Da keine Betonage erforderlich ist, entfallen zahlreiche Arbeitsschritte, die bei konventionellen Fundamenten notwendig sind. Ein weiterer Unterschied liegt in der sofortigen Belastbarkeit. Die Lastabtragung erfolgt über die mechanische Verankerung im Baugrund, sodass keine Abbinde- oder Trocknungszeiten berücksichtigt werden müssen. Vorteile ergeben sich zudem bei temporären oder modularen Bauvorhaben. Schraubfundamente können bei Bedarf zurückgebaut werden, ohne dass dauerhaft versiegelte Flächen oder größere Betonreste im Untergrund zurückbleiben. Dadurch eignet sich das System insbesondere für Konstruktionen, die zu einem späteren Zeitpunkt ggf. erweitert, versetzt oder vollständig zurückgebaut werden sollen.

Schraubfundament vs. Betonfundament

Schraubfundament Betonfundament

Kein Beton erforderlich

Betonage notwendig

Sofort belastbar

Aushärtezeit erforderlich

Geringe Erdarbeiten

Aushub erforderlich

Rückbaubar

Dauerhafte Gründung

Ob eine Schraubgründung gegenüber einem Betonfundament eine geeignete und wirtschaftliche Lösung darstellt, hängt stets von projektspezifischen Anforderungen wie den Bodenverhältnissen und auftretenden Lasten ab. Eine sorgfältige Planung und Bewertung der Standortbedingungen sind daher entscheidend für die Auswahl der geeigneten Fundamentlösung.

Für welche Anwendungen eignen sich Schraubfundamente?

Schraubfundamente eignen sich für eine Vielzahl von Konstruktionen im Außenbereich. Durch unterschiedliche Durchmesser, Längen und Tragfähigkeiten lassen sich sowohl leichte als auch anspruchsvolle Bauvorhaben realisieren.

Kleinere Fundamentdurchmesser und -längen kommen häufig bei Anwendungsbereichen wie Terrassen, Gartenhäusern, Pergolen, Zäunen oder Spielgeräten zum Einsatz. Hier stehen vor allem eine schnelle Installation, ein geringer Eingriff in den Untergrund sowie eine flexible Gründung im Vordergrund. Mit steigenden Lastanforderungen spielen neben vertikalen Lasten auch Wind- und Horizontallasten eine wichtige Rolle. Für Konstruktionen wie Carports, Überdachungen, modulare Gebäude oder kleinere Nebengebäude werden daher häufig Fundamente mit größeren Abmessungen und höheren Tragfähigkeiten eingesetzt. Dadurch können die auftretenden Kräfte zuverlässig in den Baugrund eingeleitet werden. Darüber hinaus eignen sich Schraubfundamente für technische Anlagen und großflächige Freiflächenkonstruktionen, beispielsweise im Bereich von Photovoltaik-Unterkonstruktionen. Insbesondere bei hohen Lasten oder weniger tragfähigen Böden können größere Einschraublängen erforderlich sein, um tragfähige Bodenschichten in größerer Tiefe zu erreichen und die Lasten dauerhaft sicher abzutragen.

Zu beachten ist, dass die Wahl des geeigneten Schraubfundaments dabei stets unter Berücksichtigung des Zusammenspiels von Baugrund und Belastungssituation erfolgt. So können vergleichsweise leichte Konstruktionen auf wenig tragfähigen Böden größere Fundamentabmessungen oder Einschraublängen erfordern, während auf tragfähigem Untergrund unter Umständen kleinere Ausführungen ausreichend sind.

Worauf bei der Planung zu achten ist

Bei jeder Art von Fundamentbau sind bereits in einem frühen Projektstadium verschiedene technische und konstruktive Faktoren zu berücksichtigen. Dazu gehören unter anderem die Bodenbeschaffenheit und die auf die Konstruktion wirkenden Lasten.

Bodenbeschaffenheit und Baugrund

Zu den wichtigsten Einflussfaktoren bei der Auswahl eines Schraubfundaments zählt die Bodenbeschaffenheit. Sie bestimmt maßgeblich, wie Lasten in den Baugrund eingeleitet werden können und welche Fundamentabmessungen für eine sichere Verankerung erforderlich sind. Je nach Bodenart unterscheiden sich Tragfähigkeit, Verdichtungsgrad und Verformungsverhalten. Während dicht gelagerte Böden in der Regel hohe Lasten aufnehmen können, weisen weiche Böden häufig eine geringere Tragfähigkeit auf. Neben der Bodenart spielt auch die Lage tragfähiger Bodenschichten eine entscheidende Rolle. Reicht die Tragfähigkeit der oberflächennahen Bereiche nicht aus, können größere Fundamentdurchmesser oder Einschraublängen erforderlich werden, um die Lasten sicher in tiefer liegende Bodenschichten abzuleiten. Ziel ist eine dauerhaft zuverlässige Lastabtragung sowie eine ausreichende Verankerung des Fundaments im Baugrund.

Bodenart

Typische Eigenschaft

Kies

Sehr hohe Tragfähigkeit, gute Lastabtragung, geringe Verformung

Grob- und Mittelsand

Hohe Tragfähigkeit bei guter Verdichtung

Feinsand

Mittlere bis hohe Tragfähigkeit; stark abhängig von Lagerungsdichte und Feuchtigkeitsgehalt

Ton

Tragfähigkeit abhängig von Konsistenz und Wassergehalt

Schluff

Empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und Setzungen

Auffüllungen

Stark abhängig vom eingebrachten Material und Verdichtungsgrad

Organische Böden/Torf

Geringe Tragfähigkeit

Lasten und Einwirkungen auf die Konstruktion

Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor, der bereits während der Planungsphase bei der Auswahl eines geeigneten Schraubfundaments berücksichtigt werden muss, sind die auf die Konstruktion wirkenden Lasten. Diese bestimmen maßgeblich die erforderlichen Fundamentabmessungen und die Anzahl sowie Anordnung der einzelnen Fundamente. Bei den wirkenden Lasten wird hier zwischen Eigenlasten, Nutzlasten und Umwelteinwirkungen unterschieden.

Zu den Eigenlasten gehören beispielsweise das Gewicht der Konstruktion selbst sowie dauerhaft befestigte Bauteile. Nutzlasten entstehen hingegen durch die spätere Verwendung des Bauwerks und variieren je nach Anwendungsbereich und Nutzung. Neben diesen Belastungen sind insbesondere Windlasten zu berücksichtigen. Sie können sowohl horizontale als auch vertikale Kräfte auf die Konstruktion übertragen und dadurch Druck-, Zug- oder Scherbeanspruchungen in der Gründung verursachen. Vor allem bei Carports, Überdachungen, Solar-Unterkonstruktionen und anderen freistehenden Bauwerken stellen Windlasten häufig einen maßgeblichen Bemessungsfaktor für die Fundamentauswahl dar.

Zu berücksichtigende Lasten bei Schraubfundamenten:

  • Eigenlasten: Gewicht der Konstruktion und dauerhaft befestigter Bauteile

  • Nutzlasten: Lasten durch Nutzung, Personen oder Einbauten
  • Horizontallasten: Kräfte durch Wind oder andere äußere Einwirkungen sowie Zug- und Druckbeanspruchungen
  • Schneelasten: Zusätzliche Belastungen auf Dach- und Überdachungskonstruktionen

Windlastbereiche gemäß DIN EN 1991-1-4 (Eurocode 1)

Die tatsächliche Windbeanspruchung wird sowohl durch die standortspezifischen Windverhältnisse (siehe unten) als auch durch die Geometrie und Angriffsfläche der Konstruktion bestimmt.

  • niedrig: bis ca. 0,6 kN/m²
  • mittel: 0,6–0,9 kN/m²
  • hoch: 0,9–1,2 kN/m²
  • sehr hoch: > 1,2 kN/m² (z. B. Küste, exponierte Lagen)

Fundamentdurchmesser und Einschraublänge

Die Auswahl von Rohrdurchmesser und Einschraublänge erfolgt auf Grundlage der vorhandenen Bodenverhältnisse sowie der auf die Konstruktion wirkenden Lasten. Mit zunehmendem Rohrdurchmesser steigt in der Regel die Fähigkeit des Fundaments, höhere Kräfte sicher aufzunehmen und in den Untergrund einzuleiten. Während kleinere Ausführungen häufig für leichte Konstruktionen verwendet werden, kommen größere Durchmesser vor allem dort zum Einsatz, wo höhere Anforderungen an die Gründung gestellt werden. Neben dem Rohrdurchmesser ist auch die Wahl der Einschraublänge entscheidend. Ist die Tragfähigkeit der oberflächennahen Bodenschichten begrenzt, kann es auch bei leichteren Bauwerken notwendig sein, eine größere Einbindetiefe zu wählen, um in tiefere, besser geeignete Bodenzonen vorzudringen. Gleichzeitig ermöglicht eine größere Einschraublänge eine längere Verankerungsstrecke im tragfähigen Baugrund, wodurch Zug-, Druck- und Horizontallasten sicher aufgenommen und abgetragen werden können.

Die allgemeine Fundamentsdimensionierung sowie die erforderlichen Abmessungen der Schraubfundamente hängen somit von den individuellen Projektanforderungen und Standortbedingungen ab und sollten im Rahmen einer fachgerechten Planung von einem qualifizierten Fachplaner ausgewählt werden.

Die Schraubfundament-Produktreihe von Eurotec umfasst vier Serien mit 60 mm, 76 mm, 89 mm und 114 mm Rohrdurchmesser und verschiedenen Nennlängen von 600 mm bis 2100 mm. Dadurch lässt sich ein breites Anwendungsspektrum abdecken – von kleineren Konstruktionen auf tragfähigem Baugrund bis hin zu Bauvorhaben mit höheren Lastanforderungen oder anspruchsvolleren Bodenverhältnissen. Die folgende Übersicht zeigt typische Einsatzbereiche in Abhängigkeit von Baugrund und Windbeanspruchung.

Schraubfundament-Broschüre mit technischen Daten und weiteren Informationen

Die Auswahl der geeigneten Fundamentgröße sollte stets unter Berücksichtigung der jeweiligen Projektanforderungen erfolgen. Detaillierte Informationen zu den verfügbaren Ausführungen, technischen Kennwerten, Abmessungen und Einsatzbereichen der Eurotec Schraubfundamente sind in der Schraubfundament-Broschüre zusammengefasst.

Fazit

Schraubfundamente ermöglichen eine sichere und flexible Gründung für unterschiedlichste Bauvorhaben im Außenbereich. Durch verschiedene Durchmesser und Längen sind sie für diverse Baugrund- und Belastungssituationen geeignet. Zusätzlich überzeugen sie durch eine schnelle Installation ohne Betonarbeiten und sind bei Bedarf rückbaubar. Damit stellen Schraubfundamente in vielen Anwendungsbereichen eine technische, wirtschaftliche sowie ressourcenschonende Alternative zu klassischen Betonfundamenten dar.

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